Thema: Lebensmittel sollten nicht im Abfall landen / der Neid übers Teilen kennt keine Grenzen (!)

Seit einiger Zeit gehe ich zu einigen Lebensmittel-Abgabestellen, um mir kostenlos bis günstig Nahrungsmittel zu holen; diese konsumiere ich und erspare mir den Gang zum Billa. Wir bekamen zB. vom Roten Kreuz gefühlte Tonnen an Rest-Lebensmittel, die auch ich dankbar entgegennahm; es waren oft Unmengen an Obst und Gemüse, aber auch Teigwaren und Grundnahrung wie Zucker, Mehl – man konnte es nicht ablehnen (um es dort vergammeln zu lassen); so nahm ich mit, Tüten über Tüten und was ich selber nicht konsumieren konnte, stellte ich in willhaben ein, eine Plattform wo man weitergeben kann, was man nicht mehr braucht. Dankbare Leute meldeten sich, um günstig von mir etwas abzubekommen; oft reichte es für diese Menschen nicht, zur Rot Kreuz Karte zu kommen (weil z.B. der Partner zu viel verdient) oder sie leben so abgelegen dass es ihnen vollends unmöglich ist, selber wo etwas zu holen; oder auch sie sind so pflegebedürftig, dass sie selber nicht aus dem Haus kommen. Ich schnürte Päckchen, manchmal gratis, manchmal gegen Portokosten oder auch gegen eine kleine Spende für mein Patenmädchen in Chile, das Geld kommt kontinuierlich auf ihr Sparkonto. Soweit so (alles) gut. 

Nun aber gibt es Neider. Und zwar direkt vor Ort des Roten Kreuzes, Brunn am Gebirge. Ohne einen Kommentar wurde mir zunächst die Rot Kreuz – Karte entzogen. Eine Frau Kaina, Vorstand für den Bezirk, schien gegen mich zu wittern. Zunächst stellte sie sich unschuldig: die Gemeinde Perchtoldsdorf hätte ihr (aufgrund von eingegangenen Beschwerden) den Befehl erteilt, mir die Karte zu entziehen. Dies war schlichtweg gelogen. Der Bürgermeister unserer Gemeinde wies die Anschuldigung, dass weder er noch die Gemeinde auf irgendeine Weise auch nur im Ansatz an meinem wirtschaftlichen Tun (destruktives) Interesse hätten, vehement zurück. 

Der Lions-Club, sog. Hr. Koch, schien an der Bespitzelung an meiner Person jedoch ebenso Gefallen gefunden zu haben wie Fr. Kaina und verlangte (die beide Vorfälle überschnitten sich) die Billa-Karte, die er mir tags zuvor geschenkt hatte, zwischen Tür und Angel unter Einschüchterung zurück. Die Einschüchterung bestand darin dass er, als ich zunächst die Tür schließen wollte, die Türschnalle nach innen dagegen drückte. Ich wollte mir jeglichen psychischen Stress ersparen, denn ich kenne nur zu gut meine Affektausbrüche und gab ihm innerhalb 2 min seinen mir am Vortag gebrachten Gutschein zurück; leider muss ich sagen – denn der Nerv einer Klärung mit der Polizei hatte mir in dem Moment gefehlt; man weiß, wie schwer es ist, bis jemand Wegweisung bekommt, ohne unmittelbare Gewaltanwendung vor Augen (!) anderer …. Und sein Gutschein wäre ihm womöglich Psycho-Terror wert gewesen. Ich hatte kein gutes Gefühl.

Ich werde diesen kalten Ausdruck dieser Person niemals vergessen; als er zunächst unten beim Eingang stand; ich hatte die Brille nicht auf (dachte es wäre stets die Post) und er dann mit vereistem, erfrorenen Blick die Stufen hinauf näher kam mit den Worten: „Geben Sie mir bitte sofort den Gutschein zurück.“ ……. Im Nachhinein fühlt man diese Widerspenstigkeit, diese Machtgelüste, welche diese Person gehabt haben musste, die direkte Wohnumgebung des/der finanziell Benachteiligten zu kennen. Wäre die Möglichkeit, sich an den Lions-Club zu wenden nicht von der Gemeinde vermittelt worden, hätte man so ein unseriöses Angebot doch niemals angenommen. Und genau diese Gemeinde macht man dann verantwortlich (!); ein leichtes Spiel aller Beteiligten, oder nicht!?? (Ich hoffe, man überlegt sich das vonseiten der Gemeinde in den nächsten Jahren genauer oder die Bürger werden hellhöriger – nämlich gemäß der Tatsache, dass SPIONAGE ÜBERHAUPT NICHT GEHT (!!!!) und man schon gar nicht AUF LEUTE NIEDERTRITT, DIE NUR GUTES IM SINNE HABEN, stets weil sie einen oder mehrere Ränge niedriger sind …. (Berufsunfähigkeit aufgrund psych. Erkrankung wird manchmal überspitzt gesagt fast gleichgesetzt mit Drogenszene, Obdachlosigkeit, Gosse, Anstalt für abnorme Rechtsverbrecher u.ä.)

Solche Menschen, die einfach meinen, man teile nicht (sprich jeder hätte nur oder in erster Linie auf „sich“ zu schauen) sind in meinen Augen einfach nur „schlecht“. Sie kümmern sich nur um ihren Status, in Wahrheit nicht um das Wohl ihrer Mitmenschen. Und dann suchen sie sich auch noch einen Helferberuf!? – das regt zum Denken an …. Nicht sie allein haben das Privileg, zu helfen !!! ……. Nein, auch ich muss nicht, weil ich sozial schwach bin, „nur“ ein Almosen-NEHMER sein oder dazu degradiert werden. 

Aus dem Billa-Gutschein, den ich verkauft hätte (interessanterweise wieder auf Willhaben, s. Spionage des Roten Kreuz; die 2 Vorfälle überschnitten sich über 1-2 Tage) wäre mehr geworden als ein 4-wöchiger Nobel-Konsum. Nein, ich hätte länger wo günstiger einkaufen können; ich hätte teils meine Bankschulden abtragen können, und ja, ich hätte durchaus mein Patenmädchen unterstützen können mit einem kleinen Betrag davon (der sich ja mit der Zeit hochsummiert, wer will mir das vergelten?). Aber nein, Herr Koch hat lieber den Billa und will rechtschaffen; er will kontrollieren, ausloten, wer die sozial Schwachen für ihn sind (nämlich teils wohl nichts!; oder evt doch zu kompetent?) und zurückfordern, was (nur scheinbar) in seinem Interesse stand (nämlich wie man meinte: zu „geben“; um Leute wie mich glücklich zu machen; na weit gefehlt!); man kann seine Ansichten nur mit Arroganz und Hochstaplerei begründen; man kann mir nicht erzählen, aus Rührseligkeit (tickt der Herr so). Sollte ich eine Billa-Karte denn wie eine Trophäe an die Wand hängen, in ewigem Andenken, oder wie stellt er sich das vor? Geld ist immer im Fluss, so oder so. Und Geld ist nur unrein, wenn man undankbar ist. Und das war ich reinen Herzens nie. Für jeden Cent, der im Umlauf ist, bin ich dankbar, der seine richtigen Wege geht….

Aber von nun an werde ich viel, viel vorsichtiger sein, wenn mir jemand etwas suggeriert an Hilfeleistung. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. 

Wenn der „Hilfeversprechende“ zu nah an mein Privatterritorium tritt, ist es noch obendrein fragwürdig. Auch das nahm ich zunächst naiv hin, dass der Mensch mit seinem Gutschein bis vor die Haustür wollte. Aber da hakt es bereits. Solche Umstände sind ab nun für mich Alarmzeichen; und man sieht ja, wo es hinführen kann.  

Ich lasse nur mehr Menschen an mich herantreten, wenn ich als „Mensch“ und (!) in meinen Ideologien / Konzepten ernst genommen werde. Es gibt so viele andere Organisationen und helfende Privatpersonen, die ebenso oder ähnlich agieren wie ich – es GIBT den Zusammenhalt – und in meinem Umfeld sind wir vielfach HobbykünstlerInnen, nicht mehr und nicht weniger (manchmal sogar Lebenskünstler, was uns kreativ sein lässt in unseren Ideen) und keine Gemeinde hat uns noch dafür verurteilt (!); und es gibt unendlich dankbare Seelen, die sich wiederum freuen, dass man nicht bei sich halt macht – dass man spendet; weiterschenkt und dadurch tausendfach zurückerhält! Das kann auch ein netteres Gesicht sein als das der Frau Kaina oder des Herrn Koch. Das kann ein aufrichtig liebes Lächeln sein; es müssen noch nicht mal die Euros auf dem Sparbuch meines Mädls in Chile sein ……. Sie hat übrigens auch andere Werte, die hier in meine Welt besser passen wie in das der Missgünstigen. 

Viele Freundschaften haben sich aus diesem schönen Miteinander mit der Zeit entwickelt und ich werde keinen Tag daran denken, keine Päckchen mehr zu schnüren. Dessen könnt ihr euch gewiss sein.

In Liebe, eure Brigitte; die sich vieles zu Herzen nimmt; aber hofft, im Laufe der nächsten Wochen und Monate verarbeiten zu können …. (dass nicht alle sind wie „wir“; Gleichgesinnte sozusagen); eigentlich sollte das einem klar sein – aber am eignen Leib erlebt ist es nun wieder mal was anderes !!! 

Ein gutes Neues Jahr 2021, und bleibt aufrecht!!

Das Leben hat mehr zu bieten als Diskreditierung.

 

Nachricht einer Willhaben-Freundschaft:

„Ich finds ganz arg, dass man jemandem, der Gutes tun will, solche Prügel vor die Füße schmeißt. Da hast du ordentliche Unannehmlichkeiten, das tut mir sehr leid für dich, und nur weil du hilfst. Ich kann das nicht fassen!! Und das alles wegen ein paar Lebensmittel, die sonst wahrscheinlich eh irgendwann weggeworfen worden wären.“

Frage der Evangelischen Kirche:

„Liebe Frau Reiskopf! Bei uns läuft alles auf Sparflamme. Es tut mir leid, dass Sie Ihre Rotkreuzkarte abgeben mussten. Kommen Sie trotzdem über die Runden? Liebe Grüße und bleiben Sie gesund!“  (meine Antwort s. u. auf Tape)