Verantwortungsvoller Umgang mit Psycho-Pillen

„Mit“ dem Psychiater absetzen! — den Slogan find ich immer mega, von denen die in derselben Berufssparte arbeiten wie die docs….. kein Psychiater jemals würde freiwillig auf die Idee kommen, meinen Konsum bei ihm bewusst einzuschränken; sowie kein Händler jemals mit dir ein Sparprogramm durchgehen würde, damit du dir seine Marken (Produkte) nicht mehr leisten kannst; das ist schlichtweg abwegig. Also was erwarte ich mir ? Besser ich hole mir Tipps von anderen Fachleuten. Und gehe meinen Weg!
Ggf. bestehe ich bei meinem Psychiater aber auch darauf, konsequent mit mir selbst umzugehen und unterrichte ihn von meinen Schritten. Nicht zu vergessen: er kann auch von dir lernen!

„Manchmal komme ich eben nur langsam voran.“ (Mischa)


Erste Hilfe bei psychischen Problemen:
 
  Du leidest ? Bist depressiv ? Du drehst durch ?
Überlege dir, was dir abseits von Tabletten erstmal Kraft geben kann, wie du dich beruhigen kannst; ruf Freunde an, lass dir Tipps geben; nimm ein entspannendes Bad, zünde ein Räucherstäbchen an; lerne „wieder“ zu genießen – manchmal ist einem das ganz lange abhanden gekommen. Lerne, wieder Freude zu finden, indem du etwas lernst, eine Fremdsprache, Texte verfassen, in der Suppenküche aushelfen u.v.m.; gehe
in die Natur und vor allem: lass dich nicht unterkriegen!
Nichts an dir ist wertlos; fülle dein Leben mit neuem Wert!


Sei immer wachsam, wenn ein Psychiater mit dir spricht oder du dir die eine oder andere Meinung einholst.
Dir Meinung einzuholen ist dein gutes Recht, manchmal haben auch psychiatrisch Geschulte ein paar menschliche Züge.
Nun nimm aber bloß nicht alles für „bare Münze“ – (fast) jeder Psychiater legt für die Pharmaindustrie beide Hände ins Feuer. Er schluckt das Zeug ja auch nicht. Was dir in Krisenzeiten evt eine kleine Hilfe sein kann, kann dich auf Dauer schädigen.
Die Menge macht´s !


Studien —
 
  Falls dich dein Psychiater in eine Studie stecken will, überlege dir, ob du das wirklich willst! Nicht jeder ist dafür gemacht, riskante Wirkstoffe auszuprobieren, um ein wenig Geld dafür zu  bekommen.  Als ich jung war und meine erste Psychiaterin in eigener Ordination gemerkt hat, das Mädl spricht auf keine medikamentösen Therapien  
  an, wollte sie mich umgehend zu Pharma-Studien schicken.
 
Dies kann dein Immunsystem nämlich ordentlich aus der Bahn werfen.
Du weißt während der Studie noch nicht mal was du kriegst: ein Placebo oder irgendwas (das „Irgendwas“ ist ein Medikament, das du nicht kennst, die Psychiater nicht gut kennen und ggf. gab es schon Tote aufgrund der Studie.
Lass dir nicht einreden, „das steht nur so da“ ! Studien müssen gewissenhaft ablaufen.
 


Ich war (vor docs´s Studienidee) bereits völlig fertig auf das dauernde Hoch- und Runterfahren der Wirkstoffe in meinem Körper, muss dazu sagen, vom ersten Hochsetzen an war mein Körper so in Mitleidenschaft geraten, dass ich völlig in mich zusammensackte und nicht mehr leben wollte.
Ich führte mich das erste Mal in meinem Leben auf, wie man mich nicht hätte wiedererkannt. Eine Homöopathin im Krankenhaus wollte mir noch helfen, dazu war es aber dann zu spät! Also nicht unbedingt einlassen auf schnelles Hochdosieren aber auch nicht auf schnelles Absetzen der Medikation.
Man kann sich nicht erwarten, dass der Körper das alles „packt“ — und: das Schleuern der eigenen Psyche kann sich so negativ auswirken, dass es wiederum als Krankheitszeichen gewertet werden kann – sei lieber umsichtig mit dir selbst!


  Wenn du ein Medikament ausprobierst, das dir vielleicht die nächsten Wochen (oder Monate) auf die Spur helfen kann, gehe immer von der minimalsten Dosis aus und horche gut auf dich: wie verträgst du es überhaupt?
 
  Wie reagierst du auf das Medikament?
  Setze nicht hoch, wenn dir Dinge Bedenken geben!
  Sei straight und bestehe darauf vor deiner Ärztin, dir mit dem Wirkstoff Zeit zu lassen! Niemand kennt dich so gut wie du!
 
Nimm das Medikament in der Dosis, wie es für dich passt, ein, aber dann auch verantwortungsvoll.
Nimm es nicht den einen Tag ein und lass es am anderen wieder weg! Das schadet dir, deiner Psyche, deinem Hormon- und Immunsystem!


Schlimme Nebenwirkungen, wie QT-Verlängerung am Herzen
 
Man kann ein Medikament ausprobieren und feststellen: meine EKG – Werte verändern sich – dann bitte frage dich: ist mir das Risiko, zB. Einer QT-Verlängerung am Herzen das wert ? Geht es mir durch das Medikament dennoch „so viel besser“, dass ich dieses Risiko, zB. am Rande meiner Normwerte zu sein, in Kauf nehmen möchte ? Falls ja, mach unbedingt deine EKG – Kontrollen, am besten beim Hausarzt! Der sagt dir ggf. ehrlich, ob eine Medikamentenumstellung nicht angebracht wäre.
 
Sagt dir ein Mittel aus einem so driftigen Grund überhaupt nicht zu, versuche es besser mit einem anderen, das nicht diesselbe Nebenwirkung mit sich trägt. Oder suche nach anderen (gesünderen) Alternativen!
 


Für das Long-QT-Syndrom typisch ist anfallsweise auftretendes Herzrasen (Tachykardie), oft in Form der lebensbedrohlichen Torsade-de-pointes-Tachykardien. Diese Herzrhythmusstörungen können zu Schwindelattacken, plötzlicher Bewusstlosigkeit (Synkope) und zum Herzstillstand durch Kammerflimmern führen. Viele Patienten leiden aber unter keinerlei Beschwerden, bleiben also asymptomatisch.
 
Du wirst dir deine sorgfältige Überlegung später selbst verdanken! Nicht Jahre und Jahrzehnte dahinschleichen lassen, bis du am Ende deiner Kräfte bist!
Denn so eine QT-Verlängerung fühlt sich so gar nicht gut an! Sie wird wiederum als „Minussymptomatik“ gedeutet, zum Beispiel im Rahmen einer Schizophrenie. Minussymptome sind die Symptome deiner Krankheit, die dich schlapp machen und dir jegliche Kraft entziehen.
 
Teilweise denkt man gar nicht an die groben Nebenwirkungen, die genau das verursachen können.