Lyrics

Die Zeit bringt die Antwort.

WENN DIE ZEIT REIF IST, bewegen wir uns fort.
Fort aus dem Land der Ebbe – hinein in die Veränderung.

WENN DIE ZEIT REIF IST, bewegen wir uns weiter. Tag für Tag Schritt für Schritt. Die Traurigkeit weicht von meiner Seite.

WENN DIE ZEIT REIF IST, erfüllt mich das Glück.

Glück, das ich oft nur durch – (früher sagte ich: Leid) – heute sage ich: ANMUT erfahre.

Fotografie: Claudia Wüst

MEIN ANGESICHT

mal heiter, nachdenklich oder skurril. Vergnügt, besonnen, redsam, schweigsam. Trostlose Tage bergen Kraft in sich, ver-bergen, aber eliminieren nicht. Der eig´nen Seele verstecktes Repertoir. Niemals vergolten. Die Ewigkeit ist ein größerer Schauplatz.

Fotografie: Claudia Wüst

MEDIZIN —

Gib mir Medizin, welche mich fruchten lässt. Der Seele Wachsum, heimsuchend. Entbehren lässt die Tage in Leid. Zustände erträglich macht. Zuletzt war es eine Medizin, die mich, genüsslich außer Gefecht setzte, gezählt die Unermesslichkeit des Aushaltens.

Sinnbildlich feststeckend. Ergeben. Die Flügel wollen sich weiten.

Medizin – erhebe mich!

Keine Medizin, die außerhalb meiner Würde fungiert, mich ersaufen ließ; im Meer des Verrinnens.

Ich suche Medizin, die meine Wege freier macht. Mich wieder atmen lässt. Damit ich nicht entwachse meinem Kern. Zuletzt war ich: mittelfristig ruhiggestellt, stets gehalten; unermesslich: fest-gehalten. … Der Kerker in mir. Wahrgenommen. Ernstgenommen. In Summe das letzte, das ich hätte für mich erkoren.

Nein, wehe dem, der sich nochmal meiner Seele annimmt.

Anmaßt.

Medizin. – Des Lebens. Zeig dich. Ich bin eines Besseren bestimmt. Und werde auch nicht mehr kuschen. Es liegt nicht in meinem Blut.

Auch der Verrat an der Gesellschaft – Liegt nicht in meinem Blut.

Fotografie: Claudia Wüst

Wir lassen uns piesacken – der Kampf:

Wäre nicht alles viel einfacher – würde uns nichts piesacken; würde ich nicht diesem Schmerz lauschen müssen. Könnte ich ihn umgehen. Mir vorstellen, ich brauche ihn nicht.

Man braucht so viel nicht, was einen stört. – Gelsenstiche, am Teich auf spitze Steine treten. – Was noch Lappalien sind gegen den bohrenden Krampf, der mir im Nacken sitzt. Mein ur-eigener Kampf, der mich zermartert. … Andere werden die Gelsen nicht los oder brauchen Schlapfen, um durchs Wasser zu treten. Man stellt sich in den Vordergrund, um abzuweisen, was man nicht braucht. … Ich lasse mich stechen und pieksen, warum auch sollte ich mich wehren, wenn mein Kampf auf mir viel Nahegetreteneres gerichtet ist.

Warum kämpfen wir überhaupt (so gern)? Mit dem, was sich uns am offensichtlichsten in den Weg stellt …………………

Wesentlich ist: Legen wir unseren Blick dadurch frei? oder behindern wir uns?

Fotografie: Claudia Wüst

IN DEN TIEFEN MEINER SEELE – (Du ziehst mich hoch ……)

  • pulsieren meine Zellen freudig, durch deine Anwesenheit

In den Tiefen meiner Seele –

  • ziehst du mich wie durch Wasser in die Höhe, bevor ich ertrinke, in aller Egozentrik das Leben und den Tod erfahren will.

In den Tiefen meiner Seele –

  • lässt du mich lächeln, auch wenn ich meine, dass mich die Enge erdrückt …

In den Tiefen meiner Seele –

  • ahne ich, dass es mehr gibt – eine völlige Entfaltung, zusammen erwacht aus dem Schlaf unsres Traumes. Mit dir.

In den Tiefen meiner Seele –

  • erkenne ich dich in mir und frage mich, wer bin ich noch – wenn ich stets erfüllt bin von dir? Wohin entweicht meine Seele? Wo wird sich ihr Antlitz entfalten, wenn ich aufgehe im Himmel, wie eine Sternschuppe – wo falle ich hin? Ich weiß es nicht. Eins weiß ich: Du ziehst mich hoch. In den Tiefen meiner Seele.
Photolab: Martin und ich, 1998

Du wunderschöne Palme

Du transformierst meine Ängste, meine Sorgen, meinen Schmerz.

Ich darf mich mit dir verbünden, solange ich von dir lernen will. Ich weiche nicht wieder ab, dir zu vertrauen.

Du hältst all die Unwetter aus und kannst meine Seele spüren.

Ich mag dich umarmen.